Security Robotalk:

Das sind die aktuellen Robotik- und KI-Trends

Trends – das sagt ihr schon ihr Name – sind immer Zeiterscheinungen. Manche bestimmen unser Leben für Dekaden, andere verschwinden nach kurzer Zeit wieder von der Bildfläche. Doch diese sechs Robotik- und KI-Trends sollten sie kennen, denn sie verändern die Branche nachhaltig.

1. Roboter werden Alltagsbegleiter

Seit Jahrzehnten schon kennen wir das Bild: Roboterarme, die in Werkshallen der Automobilindustrie Teile heben oder Metallteile löten. Doch moderne Roboter sind nicht nur in Fertigungsstätten verschiedener Industrien zu finden, sondern bewegen sich zunehmend inmitten unserer Gesellschaft. Heute schon sind Roboter oft das erste, auf das Gäste stoßen, wenn sie zum Beispiel eine Messe besuchen. Als digitaler Empfangsdienst kümmern sie sich gleich um mehrere Aufgaben – vom Check-In über das Beantworten von Fragen bis hin zum Wegweisen. Roboter erhalten Gesichter, die mit einem Lächeln Gäste begrüßen und in mehreren Sprachen kommunizieren können oder Besucherausweise drucken – natürlich alles völlig autonom. Auch in der Sicherheitsbranche werden Roboter immer präsenter. Sie stoßen hierbei in eine Lücke, die der demographische Wandel reißt: Qualifiziertes Personal ist oft schwer zu finden, zudem steigen die Anforderungen der Industrie. Roboter machen Rundgänge am Boden oder in der Luft, kontrollieren, ob alles mit rechten Dingen zugeht und lesen Instrumente ab oder scannen die Umgebung zum Beispiel auf Strahlung ab. Auch hier hat die Entwicklung in den vergangenen Jahren erstaunliche Sprünge gemacht, am Ende sind wir aber noch lang nicht.

2. Die „Grüne KI“

Wo Technik eingesetzt wird, wird Energie verbraucht – und die hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck, zum Beispiel beim Antrainieren von Algorithmen oder im Einsatz selbst. Grüne KI ist die Antwort auf das steigende Umweltbewusstsein von Gesellschaft, Politik und Industrien. Das befeuert die Forschung an Algorithmen, die weniger Speicher, weniger Kommunikationsbandbreite und somit weniger Energie benötigen. Natürlich sind hier auch der Ausbau regenerativer Energien gefragt, auch Rechenzentren stellen sukzessive um, um die persönliche Ökobilanz zu verbessern. Experten rechnen damit, dass die Welt sogar schon bis 2035 komplett grün versorgt werden könnte – vorausgesetzt, die Regierungen weltweit halten sich an ihre Pläne zum Ausbau regenerativer Energiegewinnungsmethoden.

3. Roboter lernen neue Tricks durch Nachmachen

Aktuell ist es so: Wird ein Roboter für seinen Einsatzzweck programmiert – zum Beispiel auf Rundgang, um ein Areal zu überwachen – so sind Spezialisten gefragt. Programmierer definieren die Route des Roboters, füttern ihn mit Lageplänen und konfigurieren die Software so passgenau, dass der Roboter Zwischenfälle sofort erkennt und an eine angeschlossene Notrufleitstelle meldet oder sich selbstständig Hilfe durch andere Roboter holt. Die menschlichen Programmierer sind absolute Experten und kennen die Hard- und Software aus dem FF.

Das wird künftig anders. Wir sprechen heute zurecht schon von künstlicher Intelligenz, wenn der Roboter zum Beispiel ein Objekt, das im Weg steht, eigenständig umläuft oder übersteigt – doch in nicht allzu ferner Zukunft wird auch das Vorbereiten der Roboter auf ihren Einsatzzweck einfacher. Die Mischung aus digitalen Sensoren und intelligenter Software macht es möglich, dass Roboter direkt lernen, zum Beispiel durch „Programmierung durch Demonstration“. Soll zum Beispiel der vierbeinige Roboter mithilfe eines Arms selbstständig Türen öffnen, kann ihm das ein Mensch ganz einfach beibringen: Er nimmt den Roboterarm buchstäblich an die Hand und führt die Bewegung aus, der Roboter hat den Vorgang internalisiert und kann ihn künftig selbstständig ausführen.

4. KI wird omnipräsent

Seine Ursprünge hat die Künstliche Intelligenz in Universitäten – und natürlich der Popkultur durch zahlreiche Science-Fiction-Formate. Dann hat die Industrie angefangen nach Wegen zu suchen, KI für sich zu nutzen. Und aktuell befinden wir uns mitten in der vierten industriellen Revolution, die dank KI ordentlich Auftrieb erhält. Heute können neben „den Großen“ auch mittelständische Unternehmen mit vergleichsweise geringem Implementierungsaufwand KI für sich und ihre Kunden nutzen. Von modernen Fertigungsstraßen über vollautonome Sicherheitsroboter bis hin zu digitalen Diensten für Endverbraucher: Künstliche Intelligenz steuert unseren Alltag schon heute. Und ihre Präsenz wird noch weiter steigen.

5. KI wird leichter verständlich

Menschlich: Wir sind skeptisch gegenüber Dingen, die wir nicht verstehen. KI hat sich häufig dem Vorwurf ausgesetzt gesehen, dass sie intransparent ist. Und zugegeben: Das Thema klingt auch reichlich komplex. Um zum Beispiel einen Überwachungsroboter „intelligent“ zu machen, ist Know-How gefragt. Doch im Gegensatz zur menschlichen Psyche, können künstlich intelligent getroffene Entscheidungen exakt nachvollzogen und erklärt werden. Auch die moderne Forschung sorgt für mehr Durchsicht – erstens, um den Vorwurf der Intransparenz loszuwerden und zweitens, um Vertrauen in der breiten Bevölkerung für die neue Technologie zu gewinnen. Heute können in sogenannten neuronalen Netzwerken die Reaktion einzelner Zellen protokolliert werden. So können die KI-Entscheidungen im Nachhinein erklärt werden. Die Protokolle lassen sich zudem sogar visuell analysieren, wenn sie zum Beispiel in einem Film zusammengefasst werden.

6. KI-Governance wird ein noch größeres Thema

Je mehr die KI in die Mitte der Gesellschaft rückt, desto dringender sind ethische Fragen. „KI-Governance“ nennt sich die neue Disziplin, die immer größer wird. Denn autonom agierende Roboter wie der humanoide Promobot V4 und Roboter Pepper von Softbank Robotics treffen immer häufiger „eigene“ Entscheidungen und simulieren sogar Gefühle. Auch Security Robotics ist Teil der Diskussion: Als Anbieter von KI-basierten Sicherheitsroboterlösungen stellt sich das Tech-Unternehmen auch ethischen Fragen. Im Rahmen eines Besuchs in Erfurt bei Marion Walsmann, Mitarbeiterin des Europäischen Parlaments, diskutierten Vertreter von Security Robotics auch darüber, wie das „Zusammenleben“ von Robotern und Menschen bestmöglich funktionieren kann. Besonders wichtig sind bei der Diskussion ethische Aspekte, die zivile Haftung sowie der Schutz des geistigen Eigentums. Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission hemmen das Engagement junger europäischer Unternehmen – doch das Ende der Fahnenstange ist noch lang nicht erreicht. Als Leitsatz kann Marion Walsmanns Aussage dienen: „KI muss immer dem Menschen dienen, nicht umgekehrt.

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