Security Robotics hat den GIT SICHERHEIT AWARD 2027 in der Kategorie „Sicherheitsmanagement, Gebäudesicherheit & Perimeterschutz (E)” gewonnen. Ein Jahr nach Platz 2 freuen wir uns sehr über diese Auszeichnung für das, was wir seit 2021 aufbauen. Sicherheit, bei der autonome Roboter und Menschen gemeinsam stark sind.
Der seit 2005 vergebene GIT SICHERHEIT AWARD gilt in der Branche als verlässlicher Indikator für Innovationen, die in der Praxis Anwendung finden. Für uns ist daher nicht so sehr der Pokal selbst wichtig, sondern vielmehr das, was dahinter steht: Diese Auszeichnung gebührt unserem Team, unseren Kunden und den Sicherheitsdiensten, die gemeinsam mit uns digitale Lösungen im Sicherheitsbereich umsetzen. Wir danken allen, die uns auf diesem Weg unterstützt haben.
Hinter dieser Auszeichnung steht ein Zusammenspiel aus Robotern am Boden und in der Luft, die über eine gemeinsame Plattform zusammenarbeiten. Wie das im Alltag aussieht, zeigen wir auf den folgenden Seiten: von den einzelnen Systemen über die Plattform bis zu den Einsatzfeldern.
ARGUS: Patrouille im Außenbereich
ARGUS ist ein radgetriebener Sicherheitsroboter von SMP Robotics, der für den Dauereinsatz im Freien konzipiert wurde. Er fährt Industrieareale, Energieanlagen, Baustellen und andere weitläufige Gelände selbstständig ab und benötigt dafür nur wenig Personal.
Seine Eckdaten: Schutzart IP65 und ein Betriebsbereich von –25 °C bis +55 °C – er ist somit gegen Regen, Schnee, Hitze und Frost geschützt. ARGUS fährt mit etwa 4 km/h, hält je nach Einsatz acht bis zehn Stunden durch und schafft bis zu 40 Kilometer am Tag. Wird der Akku knapp, fährt er selbstständig zur Ladestation und setzt anschließend seine Runde fort.
Zur Orientierung kombiniert ARGUS GPS, Kameras und Hinderniserkennung mit KI-gestützter Routenführung. Zur Überwachung dienen Panoramakameras mit 360°-Sicht, eine schwenkbare PTZ-Kamera und Wärmebildtechnik für Dunkelheit und Rauch. Bild- und Sensordaten werden in Echtzeit an die Leitstelle übermittelt. Zusätzliche Module, etwa für Gase oder andere Gefahrstoffe, sind möglich.
Ein Roboter kommt selten allein: Mehrere ARGUS-Einheiten arbeiten über Schwarm-KI zusammen und bleiben über die Plattform ACUDA mit der Leitstelle verbunden. Dadurch werden sie zu einem festen Baustein im Perimeterschutz und nicht zu einer Insellösung.
SPOT: Dort, wo Räder aufhören
Wo Treppen, Schwellen und unebener Boden den Weg versperren, kommt SPOT zum Einsatz. Der vierbeinige Roboter von Boston Dynamics steigt Treppen, balanciert über Schutt und rutschigen Untergrund und richtet sich nach einem Sturz selbst wieder auf. Security Robotics rüstet ihn für Sicherheits- und Inspektionsaufgaben aus.
SPOT läuft mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5,7 km/h, arbeitet im Temperaturbereich von –20 °C bis +45 °C und ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt (IP54). Eine Akkuladung reicht für etwa eine Stunde Einsatz, danach kehrt SPOT selbstständig zur Ladestation zurück. Er kann bis zu 14 kg Zusatzlast tragen, beispielsweise Wärmebild- und PTZ-Kameras, Tiefensensoren, akustische Sensoren oder Luftgütesensoren.
Damit eignet er sich für Maschinenräume, verwinkelte Lagerhallen, Werksgelände mit Höhenunterschieden sowie technische Anlagen wie Kraftwerke oder Raffinerien. Er geht dort immer wieder dieselben Kontrollgänge ab, erkennt Temperaturabweichungen oder technische Auffälligkeiten früh und meldet sie mit den passenden Messdaten an die Leitstelle. Routen und Aufgaben lassen sich über die Plattform von Security Robotics planen und zuweisen, wahlweise automatisiert oder per Fernsteuerung.
GO2: klein, flink und für drinnen und draußen gemacht
Der GO2 von Unitree Robotics ist die kompakte Ergänzung für Innen- und Außenbereiche. Mit einem Gewicht von rund 15 kg und Abmessungen von etwa 70 × 31 × 40 cm kommt er durch enge Gänge, über Schwellen und in Bereiche, in denen größere Systeme nur schwer manövrierbar sind. Typische Einsatzorte sind Bürogebäude, Rechenzentren, medizinische Einrichtungen, sensible Betriebszonen, Werksgelände sowie die Außenflächen von Industrie- und Logistikstandorten.
Zur Orientierung nutzt er ein 4D-LiDAR mit 360°-Rundumsicht. Dazu kommen eine Weitwinkelkamera, Mikrofone, Lautsprecher und eine Stirnlampe. Er bewegt sich mit bis zu 2,5 m/s, ist im Bereich von −20 °C bis +50 °C einsetzbar und läuft je nach Konfiguration etwa zwei bis vier Stunden. Erweiterungen wie Wärmebildkameras oder Luftgütesensoren sind möglich.
Im Verbund mit der Sicherheitsplattform dient der GO2 als mobile Verlängerung vorhandener Technik: Er verifiziert Alarme vor Ort, kontrolliert einzelne Punkte oder übernimmt dynamische Kontrollgänge, ohne dass jemand zum Objekt fahren muss.
BEEHIVE: Der Blick von oben
BEEHIVE erweitert die Bodenroboter um eine Drohne, die ohne Piloten auskommt. Das System von Sunflower Labs besteht aus der Drohne „Bee“ und der wetterfesten Station „Hive“. Wir binden es in unsere Plattform ACUDA ein. Die Station übernimmt Start, Landung und Laden, während die Drohne auf Knopfdruck oder bei einem Ereignis losfliegt und festgelegten Routen oder angesteuerten Koordinaten folgt.
Von einer zentralen Position aus deckt eine Station ein Gebiet mit einem Radius von rund 500 Metern ab, was einem Durchmesser von etwa einem Kilometer entspricht. Das reicht aus, um Alarme schnell aus der Luft zu prüfen. Die Flugzeit beträgt etwa 15 Minuten plus fünf Minuten Reserve. Die Drohne arbeitet bei Temperaturen von –10 °C bis +40 °C. Bei Hagel oder starkem Wind bleibt sie am Boden.
So greift das System ineinander: Meldet ein Bodenroboter wie ARGUS eine Auffälligkeit, kann ACUDA automatisch eine BEEHIVE-Drohne starten. Diese überfliegt die entsprechende Stelle, liefert Livebilder und hilft der Leitstelle so, die Lage einzuschätzen, bevor jemand losgeschickt wird. Wenn größere Flächen abgedeckt werden sollen, lassen sich mehrere Stationen vernetzen.
ACUDA: Die Schaltzentrale für Roboter, Sensoren und Leitstelle
Ein Roboter, der selbstständig seine Runden dreht, ist nur ein Teil der Lösung. Damit aus einzelnen Geräten ein funktionierendes Sicherheitskonzept wird, müssen Kameras, Sensoren, Roboter und Drohnen zusammenarbeiten und ihre Informationen dort ankommen, wo Menschen entscheiden. Genau das übernimmt ACUDA, das Autonomous Center of Unified Digital Actors.
ACUDA ist die Management- und Integrationsplattform von Security Robotics. Als Orchestrator koordiniert ACUDA das Zusammenspiel von Robotern, Drohnen und stationärer Sensorik und löst nach festgelegten Regeln aufeinander abgestimmte Abläufe aus. Sie führt alle Akteure an einem Ort zusammen: mobile Sicherheitsroboter wie ARGUS oder Spot, Drohnen, aber auch stationäre Technik wie Kameras, Lichtschranken und Video-Management-Systeme. Das Sicherheitspersonal sieht auf einen Blick, welches Gerät gerade wo im Einsatz ist und in welchem Zustand es sich befindet. Wer einen Live-Stream benötigt, ruft ihn direkt aus der Plattform auf. Bei Bedarf lässt sich ein Roboter auch manuell fernsteuern.
Erkennt ein System ein Ereignis, zum Beispiel eine Person am Zaun, wird ACUDA aktiv: Die Plattform bewertet die Meldung nach festgelegten Regeln und gibt sie samt Bild, Video und Position an die Leitstelle weiter. So können Sicherheitskräfte schnell entscheiden, ob und wie sie eingreifen.
Damit sich ACUDA in bestehende Strukturen einfügt, setzt die Plattform auf offene Standards wie ONVIF, RTSP, REST und MQTT. Eine Anbindung an Leitstellen und Video-Management-Systeme, etwa von Dr. Pfau oder GEUTEBRÜCK GmbH, ist bereits möglich. Ein Rollenkonzept sorgt dafür, dass jede Person nur die Akteure und Gruppen sieht, für die sie zuständig ist. Betreiben lässt sich ACUDA wahlweise in der Cloud oder On-Premises im eigenen Netzwerk. Das ist wichtig für Umgebungen, in denen Daten die eigene Infrastruktur nicht verlassen dürfen.
Ob Flughafengelände, Industrieareal oder kritische Infrastruktur: ACUDA verbindet die Technik mit den Menschen, die damit arbeiten.
Omnilizer: Das KI-Modul, das vor Ort erkennt und alarmiert
Der Omnilizer ist ein multisensorisches KI-Modul von Security Robotics. Er erkennt Ereignisse, analysiert sie und löst direkt vor Ort Alarm aus.
In einem kompakten Gehäuse sind RGB-, Thermal- und IR-Kamera sowie Mikrofone und Lautsprecher vereint. So erfasst der Omnilizer seine Umgebung bei Tag und Nacht sowie unter schwierigen Sichtbedingungen. Eine NVIDIA-Jetson-Plattform wertet die Daten direkt auf dem Gerät in Echtzeit aus und erkennt Personen und Objekte lokal. Das hält die Latenz gering und schützt sensible Daten. Die unterschiedlichen Sensordaten laufen dabei zusammen und werden gemeinsam bewertet, statt jeweils einzeln betrachtet zu werden. So entsteht ein deutlich vollständigeres Lagebild als bei klassischen Einzelsensoren.
Dank eigener Mobilfunktechnik (5G oder LTE) ist der Omnilizer unabhängig von bestehender Netzwerkinfrastruktur und kann somit auch an abgelegenen oder temporären Standorten eingesetzt werden. Das Gerät bleibt dort jederzeit verbunden und kann schnell in Betrieb genommen werden. Alarme gehen zuverlässig an die Leitstelle, die über Lautsprecher und Mikrofon zusätzlich Personen vor Ort direkt ansprechen kann. Mitarbeitende müssen dafür nicht erst zum Ereignisort fahren, sondern können sofort reagieren.
Der Omnilizer lässt sich auf einem Roboter montieren, in ein Robotergehäuse integrieren oder als Standalone-Gerät betreiben. So kann er je nach Einsatz entweder mobil auf Rundgang gehen oder fest an einem Punkt installiert werden. Aus einzelnen Sensoren wird ein vernetztes, autonom arbeitendes Wahrnehmungssystem für moderne Sicherheitsinfrastrukturen. Dadurch werden Sicherheits- und Inspektionsprozesse schneller und effizienter.
Wo sind die Systeme heute im Einsatz?
Autonome Sicherheitsroboter sind kein Pilotthema mehr. Sie sind im Alltag rund um die Uhr im Einsatz und liefern Daten, die sich dokumentieren und später nachvollziehen lassen.
Im Außenbereich fahren und fliegen die Systeme weitläufige Areale ab, darunter Solarparks, Werksgelände, Energieanlagen, Baustellen, Zäune und Zufahrten sowie die Außenflächen von Logistik- und Verteilzentren und Gelände bei Großveranstaltungen. Radgetriebene Roboter wie ARGUS übernehmen die langen Strecken, Laufroboter wie SPOT bewältigen Höhenunterschiede, Treppen und unebenes Gelände und Drohnen verschaffen den Überblick aus der Luft.
Im Innenbereich gehen kompakte Laufroboter Kontrollgänge ab, beispielsweise in Produktionsstätten, Lagerhallen, Maschinenräumen, Rechenzentren, Bürogebäuden und medizinischen Einrichtungen. Sie kommen durch enge Gänge, über Schwellen und Treppen und arbeiten auch dort, wo sich ständig Menschen aufhalten.
In Sicherheitsumgebungen überwachen die Systeme Zaunlinien, Zufahrten und abgesperrte Sicherheitsbereiche, in denen sich niemand unbefugt aufhalten darf. Sie erkennen Personen, Fahrzeuge, Zaunmanipulationen oder angelegte Leitern, verifizieren Alarme am Boden und aus der Luft und sorgen bei Veranstaltungen für eine sichtbare Präsenz. Dazu zählen auch kritische Infrastrukturen, bei denen die Dokumentation jedes Vorfalls von großer Bedeutung ist.
In Industrieumgebungen begleiten sie den laufenden Betrieb in der Produktion, der Energieversorgung und der Lagerlogistik sowie an Gefahrstofflagern und in Anlagen wie Kraftwerken oder Raffinerien. Sie übernehmen regelmäßige Rundgänge und nehmen den Mitarbeitern Wege ab, die gefährlich, schwer zugänglich oder schlicht monoton sind.
In Inspektionsumgebungen liefern sie Messdaten statt Eindrücke. Mithilfe von Wärmebildkameras, Luftgütesensoren und Gassensorik erkennen sie Temperaturabweichungen, technische Unregelmäßigkeiten oder Schadstoffe frühzeitig und dokumentieren sie bei jedem Rundgang, sodass sich Veränderungen im Zeitverlauf vergleichen lassen.
Roboter unterstützen Sicherheitskräfte und helfen dabei, personelle Engpässe abzufedern. Sie übernehmen monotone, zeitintensive und riskante Aufgaben, damit sich die Mitarbeitenden auf Lagebewertung, Kommunikation und das Eingreifen vor Ort konzentrieren können.
Eine im Jahr 2022 veröffentlichte Untersuchung des europäischen Sicherheitsverbands CoESS – Confederation of European Security Services – und der Gewerkschaft UNI Europa zeigte bereits: 48 Prozent der befragten Sicherheitsunternehmen hatten aufgrund von Personalmangel Schwierigkeiten, die Marktnachfrage zu bedienen.
Hinzu kommt der demografische Wandel: Laut der INTEL-Studie waren im Jahr 2025 in der deutschen Sicherheitswirtschaft 27 Prozent der Beschäftigten 55 Jahre oder älter. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Mitarbeitende zu entlasten und personelle Engpässe abzufedern.
KRITIS: Wo kein Fehler verziehen wird
Bei kritischen Infrastrukturen geht es um mehr als nur einzelne Objekte. Die Bereiche Energie, Wasser, Telekommunikation, Verkehr und Gesundheitsversorgung müssen jederzeit funktionieren. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen: Es fehlt an Fachpersonal, gesetzliche Vorgaben werden strenger und die Sicherheit muss belegbar sein.
Hier spielen autonome Systeme ihre Stärken aus. Sie überwachen dauerhaft, ohne Schichtwechsel und ohne Lücken in der Nacht. Ein typischer Ablauf: Ein Roboter meldet ein offenes Tor oder eine unerwartete Bewegung. ACUDA startet daraufhin eine Drohne, die das Gebiet überfliegt und Livebilder liefert. Auf dieser Grundlage entscheidet die Leitstelle, ob jemand ausrücken muss. Jeder Schritt wird dabei lückenlos protokolliert.
Das unterstützt auch die Anforderungen von KRITIS-Sicherheitskonzepten: Redundanz, Resilienz und eine nachvollziehbare Dokumentation. Bei Gefahrenstufenänderungen, Störungen oder Großereignissen lässt sich der Einsatz kurzfristig hochfahren.
Auch intern setzen wir auf anerkannte Standards. Unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert und die Vorbereitung auf ISO/IEC 27001 ist bereits in vollem Gange.
Gemeinsam mit Sicherheitsdiensten
Technik allein macht noch kein Sicherheitskonzept. Deshalb arbeiten wir eng mit Sicherheitsdienstleistern zusammen. Sie sind für uns genauso wichtig wie die Technik. Die Aufgabenteilung ist einfach: Der Roboter erfasst, die KI ordnet ein und der Dienstleister bewertet. Die Plattform koordiniert, das Personal entscheidet. Daten liefern Hinweise, Erfahrung liefert den Kontext.
Davon haben alle Beteiligten etwas:
Kundinnen und Kunden erhalten eine skalierbare Lösung mit hoher Verfügbarkeit und nachvollziehbaren Ergebnissen.
Sicherheitsdienste können ihr Angebot erweitern, neue Geschäftsfelder erschließen, das Berufsbild ihrer Mitarbeitenden aufwerten und trotz steigender Anforderungen und Personalmangels weiterhin Anfragen annehmen und bearbeiten.
Security Robotics liefert die Technik, die Plattform und das Know-how, um all das im Alltag einsatzfähig zu machen.
Robotik ist dabei keine Konkurrenz zum Wachdienst, sondern ein Werkzeug, das vorhandene Strukturen stärkt. Wer früh darauf setzt, ist als Partner in einem sich wandelnden Markt besser positioniert.
Ein Preis, den wir gemeinsam gewonnen haben!
Der erste Platz beim GIT SICHERHEIT AWARD 2027 ist ein Anlass, innezuhalten und zurückzublicken. Hinter jedem unserer Systeme stehen unsere Kolleginnen und Kollegen, die die Entwicklung, den Aufbau und den Betrieb Tag für Tag mittragen und aus einer technischen Idee Sicherheit machen, auf die sich unsere Kundinnen und Kunden verlassen können. Ohne sie gäbe es diesen ersten Platz nicht.
Deshalb bedanken wir uns von Herzen bei unseren Kolleginnen und Kollegen, bei unseren Partnerinnen und Partnern, Kundinnen und Kunden sowie bei allen, die für uns abgestimmt haben und an uns und unsere Vision glauben. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit allen, die uns begleiten, weiter daran zu arbeiten, dass autonome Sicherheit im Alltag ankommt.